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Mit 31.03.2018 werden die Klientinnen und Klienten, welche von der Abt. GS5 NÖ Landesregierung finanziert werden ihr angestammtes Zuhause sowie ihre gewohnte Arbeitsstelle bei uns verlassen müssen.

Am 04. und 05.12. wurde den Betroffen und ihren Angehörigen in Einzelgesprächen von den Sozialarbeitern des Landes NÖ Abt. GS5 im Beisein eines Betreuers des Morgensterns diese Tatsache mitgeteilt. Es durften seitens des Vereins Morgenstern keinerlei Vorbereitungsgespräche mit den zum Teil schwerst psychisch kranken jungen Menschen getroffen werden. Die jungen Frauen und Männer zeigten sich durchwegs erschüttert – verlieren sie doch ihre gewohnte Umgebung und ihr liebgewonnenes soziales Umfeld.

Bereits im Oktober hatte die Abt. GS5 eine Umfrage unter den Klientinnen und Klienten gemacht: Ziel war herauszufinden, ob sie sich im Morgenstern wohl fühlen oder diesen verlassen wollen. Das Ergebnis dieser Befragung war durchaus “PRO Morgenstern”.

Und doch hat sich die Landesregierung Abt GS5 für eine Vertragsauflösung entschieden.

Das bedeutet auch den Verlust von Arbeitsplätzen im Piestingtal.

Der Verein Morgenstern hat die von der Abt. GS5 zusätzlich in den Einrichtungen Unger Haus, Teilbetreutes Wohnen und den Tagesstätten genehmigten Vertrags- und Bewilligungsplätze der Abt. GS5  ohne Fördermittel nur in Form von langfristigen Krediten geschaffen. Der Verlust ebendieser erst 2017 aufgestockten Betreuungsplätze bedeutet eine enorme finanzielle Belastung.

 

Ich selbst – als Gründerin und Geschäftsführerin des Vereins Morgenstern – bedaure die Situation sehr.

Besonders da sich die Verantwortlichen der Behörde mit zum Teil haltlosen Anschuldigungen  gegen den Morgenstern in der Öffentlichkeit für diese Vertragsauflösung rechtfertigen.

Selbstverständlich schafft es auch der Verein Morgenstern nicht alle Punkte der Fachaufsichtsbehörde ständig zu erfüllen.

Ich sehe die Aufsichtsbehörde als wichtigen Bestandteil einer Weiterentwicklung von Qualitätskriterien und zur Kontrolle der Verwendung von Steuergeldern. Die Behörde stellt ein wichtiges Organ zur Bestimmung von Richtlinien und deren Durchführung dar.

Der Verein Morgenstern hat sich jedoch keiner Verfehlung schuldig gemacht, welche die Entscheidung des Landes rechtfertigt.

 

Weder ich noch meine Kolleginnen und Kollegen haben es verdient, nach 18 jähriger erfolgreicher Arbeit in der Jugendarbeit/ der Arbeit mit jungen Erwachsenen derart diskreditiert zu werden.

 

Die Bewilligungen der Abt. GS5 im Verein Morgenstern bleiben alle aufrecht.

Die Lehrwerkstätten sind nicht betroffen.

Die Kinder und Jugendhilfe sowie die Vertragsplätze mit Klientinnen und Klienten aus den Bundesländern sind von der Entscheidung der Abt. GS5 nicht betroffen.

Renate Goldmann, MAS